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Cheilektomie

Gelenkerhaltende Cheilektomie

Gelenkerhaltende Therapien können bei leichteren Großzehengrundgelenksarthrosen angewendet werden. Hierbei werden Knochenauswüchse, Schleimhautverdickungen und Knorpelstücke aus dem Großzehengrundgelenk entfernt. Hierdurch kann eine verbesserter Beweglichkeit häufig erreicht werden.

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Wie erfolgt die Knochenabtragung?
In den frühen Stadien eines Hallux rigidus bzw. Großzehengrundgelenks- arthrose ist bei noch vorhandenem Knorpel in bestimmten Gelenkbereichen eine Versteifung oder Großzehengrund- gelenksprothese ein zu invasives Therapieverfahren. Hier können Cheilektomien oder Umstellungsoperationen, also Stellungsänderung des Mittelfußköpfchens im Fuß in Frage kommen.

Bei der Cheilektomie handelt es sich um die Abtragung bestimmter geschädigter Knochen-und Knorpelareale aus dem Großzehengrundgelenk, mit dem Ziel die Gelenkbeweglichkeit im
Großzehengrundgelenk und die Schmerzsymptomatik zu verbessern.

Wann kann eine Cheilektomie durchgeführt werden?

Hier sind Röntgenaufnahmen unter Belastung, insbesondere seitlich sowie in der Aufsicht notwendig. Hier kann der noch vorhandene Gelenkspalt beurteilt werden. Klassisch besteht die Möglichkeit zu einer Cheilektomie bei Knochenüberständen sowie im seitlichen Röntgenbild vorhandener Knorpelschädigung im oberen Drittel der Gelenkrundung.

Was wird bei der Cheilektomie operativ gemacht?

Bei der Cheilektomie werden die Knochenüberstände entfernt, insbesondere der Knochen und der beschädigte Knorpel aus dem oberen Gelenkbereich wird durch eine schräge Knochenabmeiselung entfernt. Nach ausgiebiger Spülung sodann wieder Verschluss der Hautschichten.

Welche Nachbehandlung ist notwendig?

Bis zur gesicherten Wundheilung ist eine entsprechende Hochlagerung und entzündungshemmende Therapie notwendig. Die Wundheilung benötigt bei normalem Verlauf etwa 12 Tage. Eine Vorfußentlastungsbehandlung ist allerdings nicht notwendig.
Eine Belastung ist direkt postoperativ möglich.

Wie lange dauert es, bis das Behandlungsergebnis nach Cheilektomie zu beurteilen ist?

Je nach Stärke der Schädigung sind Einschränkungen in den ersten 3-6 Monaten nach dem Eingriff vorstellbar. Die Gelenkbeweglichkeit muss in der Frühphase durch intensivierte
Physiotherapie und durch Eigentraining verbessert werden.

 

Literaturangaben

  • Marx, R. C. & Mizel, M. S. (2010). What`s new in foot and ankle surgery.. The Journal of bone and joint surgery. American volume, 92, 512-23.
  • Niethard, F. U., Pfeil, J. & Biberthaler, P. (2009). Orthopädie und Unfallchirurgie. Stuttgart : Thieme.
  • Orthofer, P. (2004). Orthopädietechnik. Huber Hans.
  • Unknown. (2007). Praxis der konservativen Orthopädie. Thieme Georg Verlag.
  • Wulker, N., FRCSIMater, M. M. & III, M. D. (1998). An Atlas of Foot & Ankle Surgery (1st ed). Martin Dunitz.
  • Wülker, N. (2005). Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie. Stuttgart : Thieme.
Aktualisiert ( Dienstag, 12. Juli 2011 um 14:29 )  

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