Mehrere Operationsmethoden bei der HammerzeheVor der Entscheidung zu einer Hammerzehen-Operation sind verschiedene diagnostische und therapeutische Maßnahmen durchzuführen:
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| Ablauf einer Hammerzehen Operation |
Welche Form von Hammerzehen-Operationen gibt es?
Wir entscheiden je nach Untersuchungsbefund straffe Fehlstellung (kontrakte Fehlstellungen) sowie flexible Fehlstellung (bewegliche Fehlstellungen im Gelenk).
1. Operation nach Hohmann
Beim Operationsverfahren nach Hohmann wird der Knochen im Zehen verkürzt. Diese Form des Eingriffes möchte eine Falschgelenksbildung im erkrankten Gelenk erreichen. Hier wird Knochen entfernt, um die Zehenstellung zu verändern. Die Entfernung führt zu einer Verkürzung der Knochenstrecke und damit zu einer Entspannung der Weichteilstrecke.
Wie ist die Nachbehandlung nach einer Operation nach Hohmann durchzuführen?
Die Korrekturstellung wird mit Pflasterzügelverband durchgeführt, da wir meist keine Drähte im Zeh verwenden. In den ersten Tagen ist auf eine Hochlagerung zu achten, um ausgeprägte Schwellneigung des Vorfußes zu vermeiden. Nach etwa zwei Wochen ist ein Abrollen und Vorbelastung nach der Operation nach Hohmann durchzuführen. Eine Schwellneigung, insbesondere der Zehe ist häufig vorhanden.
2. Operation nach Weill
Bei flexibler Fehlstellung und Mittelfußbeschwerden wird eine Knochendurchtrennung im Bereich des Mittelfußköpfchens durchgeführt. In Abhängigkeit der vorhandenen Fehlstellung der Zehe und der Reizsymptomatik unter dem Mittelfuß werden Verkürzungen und Seitverschiebungen sowie Anhebungen am Mittelfußknochen durchgeführt und abschließend befestigt.
Wie verläuft die Operation nach Weill?
Nach Hautschnitt zwischen dem Mittelfußknochen wird das erkrankte Gelenk zwischen Mittelfußknochen und Zehenbasis dargestellt. Die Gelenkkapsel wird eröffnet. Im oberen Abschnitt des Mittelfußknochens wird eine parallel zur Fußsohle verlaufende Osteotomie (Knochendurchtrennung) durchgeführt. Planung der Operation erfolgt vor dem Eingriff am Röntgenbild. Je nach Fehlstellungsausmaß sind hier Korrekturen in verschiedenen Raumebenen möglich und notwendig. Nach Verschieben in die gewünschte Position findet eine Befestigung der Knochendurchtrennung (Osteotomie) mit einem Titanimplantat statt, die in der Folge belassen werden kann. Schichtweiser Wundverschluss, auch der dorsalen Gelenkkapsel nach Abtragung des Knochenüberstandes.
Nachbehandlung nach Operation nach Weill
Bei der Weil-Operation ist eine Vorfußentlastung in den ersten 4 Wochen nach dem Eingriff dringend notwendig. Auch hier ist eine intensive Hochlagerung zur Abschwellung sowie Lymphdrainage in der Frühphase dringend notwendig. Die Fadenentfernung erfolgt nach 12 Tagen. Röntgenologische Verlaufskontrolle bis zur sicheren Ausheilung des Knochens. Nach 4 Wochen ist ein Belastungsaufbau vorgesehen.
3. Operation nach Girdlestone
Bei der seltenen Krallenzehenfehlstellung, die im betroffenen Grundglied beweglich ist, ist eine Sehnenverlagerungs-Operation eine sinnvolle Maßnahme. Nach Lösen der Gelenkkapsel im Grundglied der betroffenen Kleinzehe erfolgt über einen an der Fußsohle der Zehe liegenden Schnitt eine Lösung der 'Langen Beugesehne'. Diese wird mit einem Schnitt an der Grundgliedbasis auf der Fußrückenseite verknotet.
Welches Ziel verfolgt die Operation?
Bei dieser Operation kommt es durch die Verlagerung der 'Langen Zehenbeugesehne' auf die Strecksehne der Zehe bei Aktivierung des Muskels zu einer Geradestellung im Grundgliedgelenk.
Nachbehandlung.
Anwendung von Zügelverbänden in den ersten 6 Wochen empfohlen. Hochlagerung und Abschwellende Maßnahmen sind dringend notwendig.
Literaturangaben
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- Niethard, F. U., Pfeil, J. & Biberthaler, P. (2009). Orthopädie und Unfallchirurgie. Stuttgart : Thieme.
- Russell, J. M., Peterson, J. J. & Bancroft, L. W. (2008). MR imaging of the diabetic foot.. Magnetic resonance imaging clinics of North America, 16(1).
- Smith, B. W. & Coughlin, M. J. (2009). Disorders of the lesser toes.. Sports medicine and arthroscopy review, 17(3), 167-174.
- Wülker, N. (2005). Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie. Stuttgart : Thieme.
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