Patelladysplasie
Unter Patelladysplasie versteht man eine anlagebedingte asymmetrische Form der Patella.
Diese Patelladyplasie hat zunächst keinen Krankheitswert und kann schmerzlos und symptomlos verlaufen.
Erst wenn im Laufe des Lebens aufgrund asymmetrischer Druckbelastung eine einseitige Knorpelschädigung unter der Rückfläche der Kniescheibe anfällt, wird die Patelladysplasie zur Krankheitsursache.
Entscheidend ist das Ausmaß der Knorpelschädigung zum Zeitpunkt der Diagnosestellung.
Je früher der vorzeitige Verschleiss der Kniescheibe festgestellt wird und je konsequenter die Behandlung eingeleitet wird, um so besser wird langfristig das Resultat sein.
In der radiologischen Diagnostik unterscheidet man die Patella Dysplasie in der Klassifikation nach Wieberg (graphisch - 4 Bilder)
All diesen Formen gemeinsam ist, dass es zu einer einseitigen Druckbelastung der Kniescheibenrückfläche kommt, welche einen vorzeitigen Knorpelverschleiss nach sich zieht.
Patellaspitzen-Syndrom
Ein häufiges Krankheitsbild in der sport-orthopädischen Sprechstunde ist das sogenannte Patellaspitzen-Syndrom.
Dabei handelt es sich um chronisch entzündliche Veränderungen im Ansatz der Patellarsehne am Übergang zum distalen Patellapol.
Die chronische Entzündung führt zu Schmerzen. Insbesondere bei Kniebeugebelastung, z.B. im Zusammenhang mit Tennis spielen und auch bei kniehenden Tätigkeiten.
Eine Verdickung der Sehne zeigt klinisch meist eine ausgeprägte Druckschmerzhaftigkeit. Zudem sieht der Art eine Schwellung und Vergrößerung des Hoffaschen Fettkörpers.
Der Hoffa Fettkörper liegt im Inneren des Kniegelenks und ist von Gelenkschleimhaut überzogen. Der Hoffa-Fettkörper nicht nur ein Strukturbildendes Fettkissen. Er reagiert bei allen Knieerkrankungen mit durch Schwellung und teilweise sogar Verknöcherung. Durch eingelagerte Nervenendigungen leistet der Hoffa Fettkörper wichtige Beiträge zum Gefühl und zur Sensibilität des Knies. Diese sensorische Informationen tragen zur gut koordinierten Kniebewegung und Stabilität des Knies bei.
Nur in ausgeprägten chronischen Fällen ist die operative Intervention mittels Denarvierung und arthroskopischer Entfernung des entzündeten Gewebes notwendig. Liegt dem Patellaspitzen-Syndrom eine Achsenfehlstellung oder eine Seitabweichung der Kniescheibenfunktion zugrunde, führt die Beseitigung der Ursache langfristig zur Beschwerdefreiheit.
Patella alta
Unter Patella alta versteht man einen Hochstand der Kniescheibe welcher meist Folge von Gewalteinwirkung, traumatische Schädigungen der Quadrizeps- oder der Patellarsehne ist.
Patella alta kann auch das Resultat einer Fehlimplantation nach Knie-Vollprothese sein, bei welcher meist zuviel Knochenresektion im Bereich des distalen Femur vorgenommen wurde.
Therapeutisch wird angestrebt die normale Position der Kniescheibe zum Oberschenkelknochen wieder herzustellen, dies gelíngt durch Versetzung der Tuberosita tibiea nach distal.
Patella baja
Eine tiefsitzende Kniescheibe ist oftmals Folge von Patellafrakturen oder von Verletzungen der Quadrizepssehne oder bei Zustand nach Knieprothesen Implantation mit zu großer Resektion der Knochenmasse am Schienbeinkopf und damit einhergehender Verlagerung der Kniescheibe nach distal.
Patella Sehnentzündung
Patella Sehnentzündung ist ein häufiges Symptom nach ausgeprägten knieenden Tätigkeiten beispielsweise Fliesen- oder Parkett legen ebenso nach langandauernden forcierten sportlichen Belastungen wie zum Beispiel Tennis oder Rudern. Die Therapie besteht konservativ zunächst aus antiphlogistischer Therapie, physikalisch meist Kälte sowie Injektionstherapien und entlastenden Bandagen (Patella Bandage)
Weitere Therapiemöglichkeiten sind durch die Hochenenergie-Lithothrypsie (hochenergetische Stoßwellenbehandlung) gegeben. Bei dauerhafter therapieresistenter und konservativ nicht beherrschbarer Erkrankung erfolgt die arthroskopische Entfernung des Gewebes
 
Literaturangabe
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