Intraoperative Probleme (während der Operation)
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Es kann in seltenen Fällen zu Verletzungen von Nachbarstrukturen (Gefäße, Nerven) kommen, die eine Ausweitung des Eingriffes notwendig machen.
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Abhängig von der Weichteilspannung der das Gelenk umgebenden Muskeln, kann die Gelenkführung sehr unterschiedlich sein. Bei der Einstellung mittels verschiedener Kopflängen können Beinlängendifferenzen entstehen und möglicherweise nicht ausgeschlossen werden. Ein entsprechender Ausgleich über das Schuhwerk wird dann notwendig.
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Bei vorbestehenden Knochendefekten (vor allem bei Austauschoperationen) müssen diese eventuell mit körpereigenem oder Fremdknochen aus der Knochenbank aufgefüllt werden
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Sprengung des Oberschenkelschaftes, vor allem bei zementloser Verankerung

Postoperative Komplikationen (nach der Operation)
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Blutergüsse: Sollten diese auftreten, werden sie vom Körper nach wenigen Tagen abgebaut, ein chirurgisches Entfernen ist selten notwendig.
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Infektionen: Es gibt oberflächliche Infekte unter der Haut und im Unterhautfettgewebe, sowie tiefe Infekte, die die Prothese selbst mit einschließen. Je nach Befund kann hier eine Folgeoperation mit Säuberung und Spülung notwendig werden. Gelegentlich kann ein Prothesenausbau mit einem erneuten Protheseneinbau zum späteren Zeitpunkt erforderlich sein. Aus diesem Grund wird vor und unmittelbar nach der Operation ein Antibiotikum verabreicht.
Wir operieren um maximale Sicherheit für sie zu erreichen mit mehrfachem Schutz
- unter einem Laminar Air Flow (spezielle Operationstechnische Ausstattung des Raumes mit verbesserten Sterilitätsbedingungen)
- der Operateur verwendet weiter ein steriles Helmsystem, welches während der Operation den Patienten vor Verunreinigung schützt
- während der Operation werden spezielle Folien auf die Haut des Patienten geklebt, um ein Ausbreiten von Bakterien im Operationsfeld zu minimieren
- es werden gewebeschonende Techniken angewendet
Weitere Komplikationsmöglichkeiten
- Die Thrombose ist eine Bildung von Blutgerinsel in einer Vene, mit entsprechender Störung des Blutrückflusses aus dem Bein. Falls ein solches Blutgerinsel vom Ort seiner Entstehung in die Lunge abtransportiert wird, spricht man von einer Lungenembolie. Um dies zu vermeiden, werden vor und nach der Operation bis zur vollen Mobilisierung Medikamente zur Blutverdünnung verabreicht
Luxationen: In den ersten Wochen, bis sich eine neue stabile Kapsel um das künstliche Gelenk gebildet hat, kann es gelegentlich bei speziellen Bewegungen oder Stürzen zum Ausrenken des Hüftkopfes aus der Pfanne kommen. Meistens gelingt es - ev. in einer Kurznarkose - das Gelenk wieder einzurenken. Periartikuläre Verkalkungen (Heterotope Ossifikationen) - es sind Verkalkungen unterschiedlicher Größe in den umgebenden Weichteilen des künstlichen Hüftgelenkes. Bei Risikopatienten kann eine vorbeugende, einmalige Bestrahlung gleich nach der Operation, oder eine medikamentöse Therapie diesbezüglich gute Ergebnisse bringen. Lockerung des künstlichen Gelenkes, wobei man hier eine sogenannte septische, infektbedingte von einer aseptischen Lockerung unterscheidet. Erfahrungsgemäß ist mit einem problemlosen Funktionien der Hüfte von 10 Jahren in über 95% und von ca. 85% über 15 Jahre rechnen.
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