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Kopfschmerzen

Kopfschmerzen und Orthopädie - wie passt das zusammen?

KopfschmerzenKopfschmerzen zählen neben Rückenschmerzen zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Fast jeder leidet im Laufe seines Lebens mindestens einmal an Kopfschmerzen. In Deutschland treten sogar bei 75% der Bevölkerung regelmäßig Kopfschmerzen der unterschiedlichsten Ausprägung auf. Diese können viele verschiedene Ursachen haben. Die Bandbreite reicht dabei vom "harmlosen Kater" nach übermäßigem Alkoholgenuss bis zu chronischen Migräneanfällen.

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Welche Ursachen gibt es für Kopfschmerzen?

In der Medizin sind heute über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen bekannt. Je nach Auftreten und Ursache lassen sie sich in zwei Untergruppen klassifizieren. Die größte Gruppe ist die der primären Kopfschmerzen, die selbst die eigentliche Erkrankung darstellen. Dazu gehören vor allem die Migräne mit all ihren Unterformen sowie alle Arten von Spannungskopfschmerzen und der sog. Cluster- Kopfschmerz (Bing- Horton- Syndrom).

Die zweite Gruppe der sekundären Kopfschmerzen umfasst alle Schmerzen, die als Begleit- oder Folgeerscheinungen von anderen Grunderkrankungen, wie z.B. nach Verletzungen, Gefäß- oder Stoffwechselerkrankungen auftreten.

In jedem Fall sollte bei starken akuten oder hartnäckigen chronischen Schmerzen vom Spezialisten des Vorliegen einer gravierenden Grunderkrankung ausgeschlossen werden, bevor man sich an die Behandlung der Schmerzsymptomatik macht.

Orthopädische Ursachen für Kopfschmerzen

Orthopädische Ursachen werden als Auslöser für Kopfschmerzen häufig unterschätzt und bei der Suche nach Ursachen nicht in den Fokus mit ein bezogen. Doch in vielen Fällen gehen die Beschwerden von Problemen der Halswirbelsäule aus. Hier können beispielsweise Verschleisserscheinungen, Bewegungsstörungen, Blockierungen oder Muskelverspannungen die Ursache sein. Diese treten oft als Folge von Fehlhaltungen und muskulärer Überlastung bei langem Sitzen vor dem Computer, bei unterschiedlichen Beinlängen mit Beckenschiefstand oder bei Blockierungen in den Wirbelgelenken auf.

Wie äussern sich die Kopfschmerzen?

Typisch für einen von der Halswirbelsäule ausgehenden Kopfschmerz ist, dass dieser meist einseitig vom Nacken über die Stirn zieht und bis ins Auge ausstrahlen kann. Diese Schmerzen können in sehr starke Dauerschmerzen übergehen. Oft treten sie auch zusammen mit Migräne oder medikamentös induziertem Kopfschmerz auf.

Kopfschmerzen_SymptomeWie wird die Diagnose gestellt?

Wichtig für die Stellung der Diagnose ist eine genaue Befragung des Patienten über den Verlauf der Erkrankung. Oft kann die Ursache der Kopfschmerzen auch durch eine orthopädische Untersuchung gefunden werden. Um nichts zu übersehen, sollte vor Beginn der Behandlung ein Röntgenbild gemacht werden.

Statische und dynamische Untersuchungen der gesamten Wirbelsäule mit Analyse der einzelnen Bewegungssegmente sind häufig der Schlüssel zum Entdecken des Auslösers.

Ähnlich einer Türe, die bei bloßer Betrachtung unauffällig erscheint, aber klemmt, wenn sie bewegt wird, gibt oftmals erst die Bewegungsanalyse aller Wirbelgelenke Aufschluss über die den Beschwerden zugrunde liegende Störung.

Wie wird therapiert? - Nicht Symptome, sondern Ursachen beseitigen.

Wenn nichts dagegen spricht, kann bei Blockierungen durch Chirotherapie (Einrenken) eine schnelle Linderung der Beschwerden erreicht werden. Durch manuelle Therapie wird die Gelenkfunktion verbessert und die Muskeln gedehnt. Zusätzlich finden bei Kopfschmerzen Elektro- und Wärmetherapie, Krankengymnastik und das Einspritzen von lokalen Betäubungsmitteln an die betroffene Stelle Anwendung. Nicht zu vernachlässigen ist auch die Wirkung einer Akupunkturbehandlung. Um die Belastung zu minimieren, sollte der Patient Übungen und angepasste Verhaltensweisen für den Alltag erlernen. Auch Schmerzmittel können Kopfschmerzen rasch lindern, jedoch sollte vor einem dauerhaften Schmerzmittelkonsum gewarnt werden. Ein operativer Eingriff ist in den meisten Fällen nicht nötig.

Falls ursächlich eine Bandscheiben - bedingte Erkrankung vorliegt, empfiehlt es sich, zunächst ein NMR zu machen; dann kann ein neurochirurgisches Konzil zur Frage der weiteren Therapie hilfreich sein.

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Aktualisiert ( Dienstag, 12. Juli 2011 um 10:30 )  

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