Wenn sich die Finger nicht mehr strecken lassen
Diese nach dem Chirurgen Baron Dupuytren benannte Erkrankung führt zu einer Einschränkung der Fingerbeweglichkeit aufgrund einer Verhärtung der festen Faserplatte im Bereich der Hohlhand. Hierdurch entsteht eine Beugekontraktur der Finger mit Streckhemmung der Finger. Dabei ist anfangs insbesondere der vierte und fünfte Finger betroffen und verbleibt in dauerhaft gebeugter Haltung. Generell kann diese Erkrankung aber auch im Bereich der Hohlhand und des Mittelfingers auftreten und in seltenen Fällen sogar Daumen und Zeigefinger betreffen.Übersicht Therapieverfahren (die geeignete Methode wird durch die jeweils individuelle Indikation bestimmt):
| Konservative Behandlungsmethoden | Operative Behandlungsmethoden |
Die Ursache besteht in der vermehrten Produktion von knotigem und strangförmigem Bindegewebes durch die Bindegewebszellen. Die gutartige Vermehrung von Bindegewebe, sogenanntem Kollagen, ist in der Regel schmerzlos. Allerdings können die durch die unkontrollierte Wucherung des Bindegewebes entstandenen Verhärtungen und Verkürzungen, zu Irritationen der Sehnen, Nerven und Gefässe führen. Die Entwicklung einer Dupuytrenschen Kontraktur liegt wohl in einerseits genetischer Veranlagung und äusseren Einflüssen, wie z.B. Verletzungen.
Konservative Therapien können im Frühstadium und bei leichteren Formen der Erkrankung zwar Linderung bringen, jedoch lässt sich der Krankheitsverlauf damit nicht aufhalten. In einigen Fällen stagniert dieser sogar von selbst über einen gewissen Zeitraum. Die operative Behandlung ist dann anzuraten, wenn sich entweder die Hand nicht mehr flach auf den Tisch legen lässt, oder die volle Streckung eines bzw. mehrerer Finger nicht mehr möglich ist. Auch bei starken Schmerzen oder extremen Hauteinziehungen besteht eine Indikation zur Operation. Operativ werden die gewucherten Bindegewebsstränge chirurgisch entfernt und die Fingerbeweglichkeit wieder hergestellt. Je später operiert wird, desto größer das Risiko Wundheilungsstörungen und schlechtem funktionellem Ergebnis durch irreparable Schäden der Gelenkkapseln und der Gleitschichten.
Dabei ist anfangs insbesondere der vierte und fünfte Finger betroffen und verbleibt in dauerhaft gebeugter Haltung. Generell kann diese Erkrankung aber auch im Bereich der Hohlhand und des Mittelfingers auftreten und in seltenen Fällen sogar Daumen und Zeigefinger betreffen.
Literaturangaben
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