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Hüft-TEP - Operationsablauf und Nachbehandlung

Beeinflusst die Wahl der Operationstechnik bei der Hüftprothese die Heilung?

Die Auswahl der geeigneten Prothese und deren Verankerung ist nur ein Teil der Entscheidung, die im Rahmen einer Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP, HTEP, Totalendoprothese der Hüfte, künstlicher Hüftgelenkersatz) getroffen werden muss.

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Ebenso wichtig für ein gutes Ergebnis der Hüftgelenksprothesenoperation mit einer raschen und komplikationsfreien Heilung ist auch die Wahl des Zugangswegs. Minimal invasive Zugänge haben sich bei Hüftgelenkersatz durchgesetzt, weil sie besonders gewebeschonend sind. Der Weichteilschaden durch  Ablösen der Muskeln oder Schädigung der umgebenden Weichteile wird, ebenso wie lange Hautschnitte, vermieden. Besonders die für das Gehen mit der Hüftprothese wichtigen Muskelgruppen an der seitlichen Hüfte werden bei dem hinteren Zugangsweg geschont, was zu einer rascheren Steh- und Gehfähigkeit nach der OP führt. Langanhaltende Reizungen der umgebenden Schleimbeutel, ebenso wie Weichteilverkalkungen treten hiernach seltener auf.

Der von uns am häufigsten verwendete Zugang für den künstlichen Ersatz des Hüftgelenkes (Hüftprothese) ist der minimal invasive hintere Zugang nach Professor Dr. Immenkamp. Die Schnittgröße ist insgesamt wesentlich geringer als bei den herkömmlichen Verfahren mit seitlich gelegener Schnittführung. Der Zugang bei dieser minimalinvasiven Vorgehensweise liegt kaum sichtbar im hinteren Badehosenbereich und ermöglicht dem erfahrenen Operateur eine sichere Implantation der Hüftprothese oder des künstlichen Hüftgelenkersatzes.

Welche Bedeutung für die Heilung hat die Operationstechnik?

Die Auswahl der geeigneten Prothese und deren Verankerung ist nur ein Teil der Entscheidung, die im Rahmen einer Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP, HTEP, Totalendoprothese der Hüfte) getroffen werden muss.

Ebenso wichtig für ein gutes Ergebnis der Operation mit einer raschen und komplikationsfreien Heilung ist auch die Wahl des Zugangswegs. Minimal invasive Zugänge haben sich durchgesetzt, weil sie besonders gewebeschonend sind. Das Ablösen der Muskeln wird, ebenso wie lange Hautschnitte, vermieden. Besonders die für das Gehen wichtigen Muskelgruppen an der seitlichen Hüfte werden bei diesem Zugangsweg geschont, was zu einer rascheren Steh- und Gehfähigkeit nach der OP führt.

Der von uns am häufigsten verwendete Zugang für die Hüft-Endoprothetik ist der minimal invasive hintere Zugang nach Professor Dr. Immenkamp. Die Schnittgröße ist insgesamt wesentlich geringer als bei den herkömmlichen Verfahren mit seitlich gelegener Schnittführung. Der Zugang liegt kaum sichtbar im hinteren Badehosenbereich.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist die schnellere Rehabilitation und ein kürzerer stationärer Aufenthalt.

Wie sieht die optimale OP Vorbereitung aus?

Mit einer Planungsskizze, die wir computerunterstützt nach einer digitalen Röntgenaufnahme anfertigen, werden vor der Operation individuell die Prothesenkomponenten bestimmt. Schaftstärke, Pfannengröße, Kopfgröße und optimale Position der Prothese werden festgelegt. Hierbei sind je nach Prothesentyp auch Ausgleichsmöglichkeiten für bestimmte statische Fehlstellungen möglich. Nachdem wir die Beinlänge bestimmt und die Wirbelsäulenstatik vermessen haben, können wir patientenbezogen planen. Die langjährige operative Erfahrung und Beurteilungsfähigkeit des Operateurs und die spezielle Wirbelsäulenvermessung mit objektiven Parametern sind bei der idealen Planung unerlässlich um potentielle Risiken möglichst gering zu halten.

Damit die Operation ein voller Erfolg wird, können Sie auch selbst etwas tun. Es ist wichtig, dass Sie so gesund und fit wie möglich zur Operation kommen. Je besser Ihr allgemeiner Gesundheitszustand ist, um so reibungsloser verlaufen OP und Heilung. Mit gezieltem Muskelaufbau und - bei Übergewicht - vorheriger Gewichtsabnahme können Sie die optimalen Bedingungen für Ihr neues Gelenk schaffen.
Es ist unerlässlich, dass wir über Medikamenteneinnahme und chronische Krankheiten wie Diabetes, oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen informiert sind, ebenfalls über bestehende Allergien oder akute Infektionen.
Im Gespräch mit dem Narkosearzt werden alle wichtigen Parameter geklärt und die Entscheidung für Voll- oder Teilnarkose getroffen und eine eventuelle Eigenblutspende besprochen.

Was ist nach einer Operation zu beachten?

Je nach Zugangsweg sollten in den ersten Wochen bestimmte Bewegungen vermieden werden. Es gibt, je nach Zugangsart, eine kritische Stellung, in der sich die Prothesenkomponenten verschieben können. Nicht die Verankerung im Knochen ist hierbei betroffen. Eine Auskugelung bedeutet, dass der Prothesenkopf sich aus der Prothesenpfanne löst. In der Frühphase der Nachbehandlung sind daher bestimmte Stellungen und Bewegungen zu vermeiden. Der maximalen Belastungsfähigkeit entspricht meist eine schonende Vollbelastung, die in den ersten Wochen mit Unterarmgehstützen durchgeführt werden sollte.

Wie wird die Operation beendet?

Nach Ende der Operation werden Verbände angelegt, Drainagen - mit oder ohne Sog, je nach Prothesenmodell - angebracht und die restlichen Blutanteile entfernt.
Danach wird das erste Röntgenbild durchgeführt und für die Nachbehandlung beurteilt. Nach Verlegung auf die Station wird das operierte Beim mit Kissen oder in einer speziellen Schiene bequem gelagert.
Die Mobilisation erfolgt nach der individuellen Verfassung des Patienten mit Hilfe des Physiotherapeuten. Gehtraining, spezielle Gangschulung einschließlich Treppensteigen stehen auf dem Programm. Tägliche Verrichtungen wie Waschen, Toilettengänge und Socken, Schuhe und Hosenanziehen wird Ihnen explizit erlaubt.

Nachbehandlung direkt nach der Operation?

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Am Folgetag werden normalerweise die Drainagen entfernt. Die Verbandswechsel erfolgen täglich durch unsere Ärzte. Die frühe Phase nach der Operation wird mit einer optimalen Schmerztherapie begleitet. Hier sind Schmerzkatheder, Schmerzmittelpumpen und verträgliche Medikamente sinnvolle Neuentwicklungen. Am Tag nach der Operation werden sie zum ersten Mal aufstehen und das Implantat belasten. Nach etwa einer Woche sind die meisten Patienten in der Lage, an Unterarmgehstützen Treppen zu steigen. Die Gehstützen sollten Sie in den ersten 4 bis 6 Wochen trotz der erlaubten Vollbelastung verwenden.
Schlafen auf der operierten Seite ist frühzeitig erlaubt. Das Schlafen auf der Gegenseite sollte in den ersten 6 Wochen vermieden werden.

Ziele der Nachbehandlung?

Die intensive Rehabilitation nach der Operation soll helfen, die Muskulatur wieder aufzubauen. Die hüftumgebende aber auch die gesamte Bein- und Rückenmuskulatur hat sich durch die oft lange Erkrankung verändert. Die Schonhaltung hat ein verändertes Zusammenspiel der Muskeln notwendig gemacht. Dieses zu normalisieren oder wenigstens in den bestmöglichen Zustand zu bringen, ist Aufgabe der ambulanten oder stationären Rehabilitation und auch des Eigentrainings durch den Patienten.

Wann kann ich wieder Auto selbst Autofahren?

Ein Auto sollten sie erst nach etwa 6 Wochen wieder fahren, Sitzen können Sie allerdings bereits deutlich früher.

Wann bin ich wieder voll arbeitsfähig?

Die Arbeitsfähigkeit ist natürlich abhängig vom Beruf. Viele Patienten mit einem stehenden oder gehenden Beruf kehren nach etwa 12 Wochen wieder an ihren Arbeitsplatz zurück.

Wie lange kann die Gewöhnung an das Implantat dauern?

Die Gewöhnungsphase an das Implantat kann mehr als ein Jahr andauern. In dieser Phase berichten Patienten über leichte Wetterfühligkeit im neuen Gelenk. Ein leichtes Klacken oder auch andere Empfindungen aus der Hüfte können wahrgenommen werden.

Welche Sportarten sind mit einer Hüftprothese sinnvoll?

Bei normalem Verlauf der Operation und erfolgreicher Rehabilitation sind Sportarten wie Rad fahren, Schwimmen, Golfspielen oder Wandern ohne Probleme wieder möglich. Einigen Patienten ist es sogar möglich, Sportarten wie Tennis und Skilauf wieder auszuüben. Generell kann dies jedoch nicht empfohlen werden.
Der minimalinvasive hintere Zugangsweg lässt eine Operation ohne wesentliche Muskelschädigung zu, auch ein weitgehender Erhalt der ursprünglichen Gelenkkapsel ist nach Schleimhautentfernung möglich. Dies alles sind Parameter, die einen hohen Aktivitätsgrad nach der Operation ermöglichen sollen.

Entsprechend den Richtlinien des deutschen Sportärztebundes sollte erst 6 Monate postoperativ mit gewissen Sportarten begonnen werden:

  • Radfahren
  • Wandern
  • leichtes Joggen
  • Schwimmen (beim Brustschwimmen: vermeiden von Abduktionsbewegungen)
  • Bei guter Technik eventuell leichtes Tennis
  • Golf

Ungeeignet sind generell alpiner Skisport (wenn, dann frühestens nach 1 Jahr) und Skilanglauf wegen der Sturzgefahr, sämtliche Wettkampfsportarten mit direktem Gegnerkontakt.

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Literaturangaben

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Aktualisiert ( Freitag, 29. Juli 2011 um 16:11 )  

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