Was ist ein Hexenschuß?
Plötzliche Schmerzen meist nach einer unachtsamen Bewegung, kennzeichnen den sogenannten Hexenschuß. Ein Hexenschuss ist zwar sehr schmerzhaft und äußerst unangenehm, aber meist ungefährlich. In der Regel steckt fast nie ein ernsthaftes Rückenleiden oder ein Bandscheibenvorfall hinter dem plötzlich stechenden Schmerz in der Lendenwirbelsäule. Nichtsdestoweniger ist der Patient fast bewegungsunfähig und schleppt sich in gebückter Haltung zum Arzt. Der akute Lumbago - wie der Hexenschuss medizinisch heißt, ist daher keine Diagnose im strengen Sinne, sondern eher ein Krankheitszustand. Der Rückenschmerz beim Hexenschuß entsteht meist durch eine Kombination aus Wirbelgelenkblockade und reflektorischer Muskelverspannung.
Welche Therapieformen können Erleichterung beim Hexenschuß erbringen?
Körperliche Schonung für einige Tage zur Entlastung der Wirbelsäule . Gegebenenfalls Stufenlagerung zur Intensivierung der Entlastung. Schmerzmedikamente oral und lokal appliziert zur Durchbrechung des Rückenschmerzes kürzen den Verlauf erheblich ab. In Verbindung mit physikalischer Therapie führt dies zu einer erheblichen Reduktion der Schmerzen beim Hexenschuß. Blockaden der Wirbelgelenke können durch gezielte und sanfte Chirotherapie gelöst werden. Nach der Akutphase dann begleitend Krankengymnastik zur Wiedererlangung normaler Bewegungsablaufe.
Wie kann man einem Hexenschuß vorbeugen?
Wie bei fast allen Erkrankungen des Bewegungsapparates gilt auch bei der Wirbelsäule, daß regelmäßige körperliche Bewegung in Verbindung mit einer trainierten Rumpfmuskulatur und einen normalen Körpergewicht die beste Prophylaxe darstellt. Wenn der Rücken bereits zur Wetterecke geworden ist, so kann durch gezieltes Training die Intensität und die Frequenz von derartigen Schmerzereignissen gemildert bzw. verringert werden.