(oder Kleinzehenballen - tailor's bunion)
Druckstellen am Fußaussenrand als Anzeichen
Ähnlich der Hallux valgus Fehlstellung kann es durch den Spreizfuß zu einem überstehen des fünften Mittelfußköpfchens am Fußaußenrand kommen. Es entstehen häufig Schuhprobleme und Druckschmerzen über dem Kleinzehenballen.
Wie entsteht der Schneiderballen?
Der Schneiderballen (Taylor´s bunion) entsteht ähnlich wie der Hallux valgus durch die zunehmende Spreizfußfehlstellung. Die Aufspreizung der Mittelfußknochen beim Spreizfuß bildet eine Vorwölbung am Außenrand des Fußes aus. Diese gerät unter ständigen Druck durch die Schuhmode. Im Schuh mit hohem Absatz wird der Druck noch deutlich erhöht. Es bilden sich Hornhaut und Schleimbeutelreizungen über dem druckbelasteten Schneiderballen. Ähnlich wie beim Hallux valgus weicht auch die 5. Zehe zu den benachbarten Kleinzehen ab. Beim Schneiderballen verschiebt sich dieser zur Großzehe nach innen. Diese Fehlstellung bezeichnet man als Digitus quintus varus und führt zum Teil zu Druckstellen (Hühneraugen) zwischen der vierten und fünften Zehe.
Der Schneiderballen und der Digitus quintus varus können selten auch als angeborene Fehlstellung vorhanden sein. Der Schneiderballen ist häufig beidseits vorhanden. Frauen sind wesentlich häufiger betroffen als Männer.
Wie kann man die Beschwerden am Schneiderballen lindern?
Alle nicht operativen Maßnahmen zielen auf die Druckentlastung des Schneiderballens ab. Die Stützung des Spreizfußes muss ergänzend erfolgen.
- Weites Schuhwerk
- Polsterung im Schuh
- Modell- oder Maßeinlagen zur Spreizfußtherapie
- Schuhzurichtuen
- Barfußgehen
Reichen diese konservativen Maßnahmen nicht aus, helfen häufig kleine, operative Maßahmen. Lesen Sie über die Operation des Schneiderballens weiter.
Literaturangaben
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