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Schweizer Forscher: Arthrosemedikamente sind wirkungslos!

ArthosemedikamenteGegen das "Volksleiden" Arthrose nehmen viele Patienten neben Schmerzmitteln und Entzündungshemmern auch Medikamente, die den Knorpelabbau bremsen sowie Schmerzen lindern sollen und die Wirkstoffe Chondroitin und Glucosamin enthalten.

Da diese "Knorpelschützer" auch in natürlicher Form im Gelenkknorpel vorkommen, ging man bisher von einer Wirksamkeit der Präparate aus. Da die Inhaltsstoffe jedoch vom Körper abgebaut werden, gelangen sie nur teilweise - wenn überhaupt - an die Stelle des Knorpelschadens.

Studie der Universität Bern*

Ein Team der Universität Bern um Peter Jüni hat nachgewiesen, dass zahlreiche Studien, die in der Vergangenheit zur Wirksamkeit dieser Substanzen durchgeführt wurden, fehlerhaft oder von den Herstellerfirmen gesponsert waren und nicht die gewünschten Resultate bringen.

 


ArthosemedikamenteGegen das "Volksleiden" Arthrose nehmen viele Patienten neben Schmerzmitteln und Entzündungshemmern auch Medikamente, die den Knorpelabbau bremsen sowie Schmerzen lindern sollen und die Wirkstoffe Chondroitin und Glucosamin enthalten.

Da diese "Knorpelschützer" auch in natürlicher Form im Gelenkknorpel vorkommen, ging man bisher von einer Wirksamkeit der Präparate aus. Da die Inhaltsstoffe jedoch vom Körper abgebaut werden, gelangen sie nur teilweise - wenn überhaupt - an die Stelle des Knorpelschadens.

Studie der Universität Bern*

Ein Team der Universität Bern um Peter Jüni hat nachgewiesen, dass zahlreiche Studien, die in der Vergangenheit zur Wirksamkeit dieser Substanzen durchgeführt wurden, fehlerhaft oder von den Herstellerfirmen gesponsert waren und nicht die gewünschten Resultate bringen.

Nur Placeboeffekt

Die Recherchen zeigen, dass der nachweisbare Effekt von Chondroitin und Glucosamin sich nicht von dem eines Scheinmedikaments unterscheidet. Der positive Placebo-Effekt kann auch durch die natürlichen Schmerzzyklen der Arthrose bedingt sein oder bereits durch ein Gespräch beim Arzt - oder schlicht dadurch ausgelöst werden, dass der Patient an die Wirksamkeit des Mittels glaubt.
Obwohl diese Mittel für den Patienten unschädlich sind, gibt es - je nach Schweregrad und Beschwerdeausmaß - weit wirksamere Methoden um dem Knorpelabbau entgegen zu wirken:

Welche Massnahmen eignen sich besser?

Bei leichteren Arthrose-Formen ist es vor allem wichtig in Bewegung zu bleiben. Wenn das Gelenk und damit der Knorpel gut durchblutet wird, ist die natürliche Versorgung des Knorpels mit Nährstoffen sicher gestellt und man braucht keine künstlichen Substanzen ein zu nehmen. Gutes Schuhwerk, das Vermeiden von Übergewicht und eine kräftige Muskulatur tun ein Übriges um den Arthroseprozeß zu verlangsamen.

Bei Schmerzen, Instabilität und Flüssigkeit im Gelenk sollten Sie jedoch einen Facharzt aufsuchen, der aus zahlreichen Methoden die richtige Behandlung auswählt.

* British Medical Journal 2010

Aktualisiert ( Dienstag, 07. Juni 2011 um 18:59 )  

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