Gelenk-Klinik

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Wirbelsäulen-Infiltration

Radiologisch gesteuerte Wirbelsäulen-Infiltration

In der konservativen Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen stellt sich oftmals die Frage, welche anatomische Struktur schmerzauslösend ist.

Zum gezielten Aufsuchen der Ursache eignet sich die Möglichkeit unter Röntgenbildwandler diejenige Struktur mit Lokalanästhetikum zu infiltrieren, die als auslösend für das Beschwerdebild angesehen wird.

Wird unter sterilen Bedingungen am Röntgenbildwandler mit der Nadel gezielt diese Struktur aufgesucht und das Lokalanästhetikum infiltriert, so muss für die Dauer von 1-2 Stunden nach Infiltration durch die bloße Wirkung des Lokalanästhetikums eine Schmerzfreiheit eintreten. Damit ist dann der Beweis erbracht, dass diese Struktur schmerzauslösend war, insbesondere, wenn keinerlei weitere begleitende therapeutische Schritte zu diesem Zeitpunkt unternommen wurden.

Ein solches Heraussuchen der Ursache ist am ehesten vergleichbar mit dem Testen von Stromquellen, in dem man sukzessive einzelne Sicherungen abschaltet, und damit letzten Endes herauszufinden kann, welche Stromquelle an welcher Sicherung hängt.

 

Literaturangaben

  • Fundamentals of Anaesthesia (Cambridge Medicine). (2009) (3rd ed). Cambridge University Press.
  • Die Anästhesiologie: Allgemeine und spezielle Anästhesiologie, Schmerztherapie und Intensivmedizin (German Edition). (2011) (2., aktual ed). Springer.
Aktualisiert ( Dienstag, 05. Juli 2011 um 09:41 )  

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