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Labrumläsion

(oder Labrumverletzung)

Labrumläsion: Grund erkannt - Gefahr gebannt

Was ist eine Labrumläsion ?

mrt Bild Labrumschaden, labrumläsion, Gelenklippenverletzung Hüfte

Unter einer Labrumläsion versteht man einen Riss der Gelenklippe (Labrum). Beim gesunden Menschen kleidet eine dicke Ausstülpung aus Fasergewebe die Hüftgelenkpfanne aus. Das Labrum hat die Funktion der Gelenkdämpfung und stellt gleichzeitig eine glatte Oberfläche für den Oberschenkelkopf bereit, damit dieser in die Gelenkpfanne gleiten kann. Ist jedoch das Labrum gerissen, beeinträchtigt es die normale Bewegung des Hüftgelenks.

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Was sind die Ursachen einer Labrumläsion?

Labrumläsionen entstehen typischerweise bei körperlicher Aktivität, besonders bei Sportarten mit wiederholenden Bewegungen. Sie können aber auch von Verletzungen oder Krankheiten herrühren, welche den Knochen oder Knorpel des Hüftgelenks in Mitleidenschaft ziehen. Auch bei einer Hüftdysplasie kann es zu Labrumveränderungen kommen.

Bei kleineren Labrumläsionen kann es passieren, dass keine Symptome bemerkt werden. Jedoch wird bei den meisten Labrumverletzungen ein klemmender oder stechender Schmerz im Gelenk während bestimmten Bewegungen wahrgenommen. Bewegungen verursachen Schmerzen und können damit den normalen Bewegungsumfang des Gelenks beeinträchtigen.

Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

Übersicht Therapieverfahren (die geeignete Methode wird durch die jeweils individuelle Indikation bestimmt):

 

Konservative Behandlungsmethoden Operative Behandlungsmethoden
Physikalische Therapie
Hüftarthroskopie
Injektionsverfahren

Wie erfolgt die Diagnosestellung bei der Labrumläsion?

spielgelung hfte labrumriss

Computer- oder Magnetresonanz- Tomographie der Hüfte können manchmal negative Ergebnisse liefern. Zudem ist die Symptomatik bei Verletzungen des Labrums am Hüftpfannenrand in machen Fällen schwer von Leistenbeschwerden zu unterscheiden. Diagnostisch wegweisend ist die Anamnese eines Rotationsmechanismus unmittelbar vor Auftreten der ersten Beschwerden sowie ein positiver Schmerzprovokationstest. Dabei wird die Hüfte 90 Grad gebeugt, nach innen rotiert und adduziert. In der Arthroskopie ist ein Labrum-Einriss sicher zu identifizieren. Für eine präoperative Diagnose empfiehlt sich eine MR- Arthrographie, besonders wenn eine chirurgische Behandlung ansteht. In der MR-Arthrographie (MRA) kann zwischen Labrumdegeneration (Stadium I), Labrumeinriss

(Stadium II) und Labrumabriss (Stadium III) unterschieden werden. Normale Hüftgelenklippen sind im MRA signalarm. Geringgradige Labrumverändeungen zeigen im MRA eine Signalanhebung im Zentrum des Labrums, ohne dass eine Beziehung zur gelenkseitigen Labrumoberfläche besteht. Diese Veränderung ist nachweisbar und entspricht einer Degeneration. Mittelgradige Labrumveränderung

en zeigen eine einfache zur gelenkseitigen Labrumoberfläche reichende Signalanhebung. Das Labrum hat eine dreieckige Form. Es liegt kein Abriss vom Acetabulum vor, aber eine Verdickung, dies entspricht einem Labrumeinriss. Hochgradige Labrumveränderungen weisen eine komplette Kontinuitätsunterbrechung des Labrums auf. Dies entspricht einem kompletten Labrumabriss.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Die Behandlungsmöglichkeiten erstrecken sich von physikalischer Therapie, über Injektionen, entzündungshemmender Medikamente bis hin zum arthroskopischen Eingriff.

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Literaturangaben

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  • Brian, P., Bernard, S. & Flemming, D. (2010). Femoroacetabular impingement: screening and definitive imaging.. Seminars in roentgenology, 45(4), 228-237.
  • Horisberger, M., Brunner, A., Valderrabano, V. & Herzog, R. F. (2010). [Femoroacetabular impingement of the hip in sports - a review for sports physicians].. Sportverletzung Sportschaden : Organ der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin, 24(3), 133-139.
  • Longo, U. G., Franceschetti, E., Maffulli, N. & Denaro, V. (2010). Hip arthroscopy: state of the art.. British medical bulletin, 96, 131-157.
  • Nord, R. M. & Meislin, R. J. (2010). Hip arthroscopy in adults.. Bulletin of the NYU hospital for joint diseases, 68(2), 97-102.
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Aktualisiert ( Freitag, 29. Juli 2011 um 16:08 )  

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